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Was die „Yacht“ von Wildwind in Vassiliki hält

Wer im Urlaub gern mal die Zeit vergisst, hat in Vassiliki auf der Insel Levkas im Ionischen Meer ein Problem. Selbst wenn die Uhr im Hotelzimmer bleibt – gegen 15 Uhr setzt stets pünktlich der Wind ein. Zuerst ist es nur ein leichtes Rascheln in den Blättern der umstehenden Bäume. Von Minute zu Minute aber nimmt die Brise zu und macht sich schließlich mit unüberhörbarem Rauschen bemerkbar. Dann heißt es: Rettungsweste anlegen und ab aufs Boot.

Dieser Artikel ist vor längerer Zeit erschienen, fängt aber die Zielsetzung und die Atmosphäre von Wildwind perfekt ein.
 

Die Spezialisten

Fans des Ein- und Zweirumpf-Segelns kommen im Wildwind-Klub in Griechenland auf ihre Kosten. Gut für Anfänger, prima für Aufsteiger.

Wer im Urlaub gern mal die Zeit vergisst, hat in Vassiliki auf der Insel Levkas im Ionischen Meer ein Problem. Selbst wenn die Uhr im Hotelzimmer bleibt – gegen 15 Uhr setzt stets pünktlich der Wind ein. Zuerst ist es nur ein leichtes Rascheln in den Blättern der umstehenden Bäume. Von Minute zu Minute aber nimmt die Brise zu und macht sich schließlich mit unüberhörbarem Rauschen bemerkbar. Dann heißt es: Rettungsweste anlegen und ab aufs Boot.

Der Wind setzt nicht nur mit Ansage fast jeden Tag zur gleichen Zeit ein. Er ist obendrein sehr gleichmäßig und kommt fast immer aus der gleichen Richtung. Mit etwa 3 bis 4 Beaufort weht es anfangs über die breite Bucht. Peu à peu wird es bis zum Abend mehr, besonders im Hochsommer. Alles in allem traumhafte Bedingungen für Jollen- und Kat-Segler.

„Das verdanken wir den beiden Bergketten, die die Bucht umgeben“, erklärt Simon Morgan vom Wildwind Klub auf Levkas. „Die bescheren uns diese wunderbare Winddüse. Hinzu kommt die Thermik am Nachmittag.“ Kein Wunder also, dass der Ort bei Seglern und Windsurfern hoch im Kurs steht.

Der Brite entdeckte vor 20 Jahren die Bucht als Segelrevier, war begeistert und baute dort ein Segelzentrum auf. Als passionierter Hobie-Cat-Segler – er war unter anderem Englischer Meister im Hobie 16 – lag es nahe, den Schwerpunkt auf das Sportkatamaran-Angebot zu legen. Mittlerweile stehen aber auch Jollen bereit, vom einfachen Laser bis hin zu Hightech-Flitzern à la Laser 4000 oder 49er.

In den vergangenen Jahren ist der englischsprachige Klub in der Hobie-Szene zu einer anerkannten Adresse geworden. Auch deutsche Crews sind inzwischen regelmäßig zu Gast.
Die Sportgeräte sind bemerkenswert hochwertig. Alle zwei Jahre werden alte gegen neue Boote ausgetauscht. Die Segelgarderobe wird gar jährlich erneuert. Neben den verbreiteten Hobie-Modellen mit dem 15er und 16er umfasst die Flotte auch modernere, rasantere Typen wie den Tiger, den Fox oder den FX One. Ideal für Fortgeschrittene, zumal die mehr als ein Dutzend Segellehrer allesamt regattaerfahren sind.
 
Trotzdem legt Beach-Master Joseph Bennett Wert darauf, dass es bei Wildwind nicht nur ums Katsegeln geht: „Bei uns lernt jeder jedes Boot kennen und kann es am Ende selbstständig steuern.“ Die theoretischen Grundlagen dafür werden während ausführlicher Sicherheitseinweisungen am ersten Urlaubstag gelegt. Dabei finden Segler aller Könnerstufen rasch zusammen.

Die Instruktoren helfen nicht nur bei Fragen weiter, sie gehen auf Wunsch auch mit aufs Boot. Extra bezahlen muss man dafür nicht. Und ein Schein-Zwang existiert ebenfalls nicht. Sämtliche Boote stehen zudem ohne Zeitlimit zur Verfügung. Für die Sicherheit auf dem Wasser sorgen zwei Schlauchboot-Crews, die stets ein Auge auf die Segelgäste haben.

So vorbildlich das Wassersport-Angebot ist, an Land geht es eher zweckmäßig zu. Die etwa 40 Unterkünfte in Apartments oder Doppelzimmern sind einfach. Die Gäste stört das nicht, sie sind eh meist auf dem Wasser oder fachsimpeln mit anderen Seglern am Pool oder an einer der beiden Bars. Die Atmosphäre ist familiär, man kommt schnell ins Gespräch.

Im Gegensatz zu anderen Klubs wie Sunsail oder Aldiana setzt Wildwind nicht auf eine abgeschlossene Ferienanlage. All-inclusive-Angebote gibt es nicht. Einzig das empfehlenswerte Frühstücks-Büfett ist als Extra buchbar. Ein Manko ist das keineswegs. Vassiliki mit seinem typisch griechischen Charme liegt nur einen Strandspaziergang entfernt. Rund um den Yachthafen des Orts reihen sich Tavernen und Geschäfte.

Sollte der Wind wider Erwarten doch einmal eine Pause einlegen oder kann der Urlaubspartner mit Segeln partout nichts anfangen, stehen im Klub Mountainbikes für kurze oder auch ausgedehnte Radtouren zur Verfügung. Sie brauchen nicht gemietet zu werden, sondern sind im Reisepreis inbegriffen. Wanderungen, Yogastunden, Tai-Chi oder Massagen können die Gäste dagegen zusätzlich buchen. Und wem der Sinn nach Größerem steht, der kann zur Abwechslung auf Tagestörn an Bord eines 40-Fuß-Katamarans in die nahe gelegenen Buchten gehen.

Nadine Timm
yacht.de

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